17.11.2011

Meine schönste Wichtelgeschichte

Devin (heute 9) war 6. Für ihn hatte im Sommer die Schule begonnen und damit auch das Gerede unter den Kindern, dass es keinen Weihnachtsmann, Nikolaus usw. geben würde.

Ich bin allerdings mit den Traditionen aufgewachsen und wollte sie auch ihm vermitteln.

Es kam also die Nikolausfeier in der Grundschule. Devin offenbarte mir vorher mit deprimiertem Blick, dass es ihm klar wäre, dass er ein Wichtelgeschenk von einem seiner Freunde kriegen würde. Wahrscheinlich „Mädchenmist“…

 

Da packten mich die Gefühle!

Kurzum telefonierte ich mich der Mutter eines Klassenkameraden und weihte sie in meine Pläne ein, dem Jungen ein kleines, für ihn unfassbares Wunder, zu bereiten.

Sie willigte sofort ein!

Der große Tag war gekommen und alle Kinder waren aufgedreht und voller Vorfreude.

Die Wichtelgeschenke wurden auf den großen Tisch gelegt und jedes Kind durfte sich willkürlich eines nehmen. Mein Sohnemann durfte zuerst…

Jetzt kam Marvins Mutter ins Spiel! Sie beugte sich unauffällig zu Devin herunter und sagte leise zu ihm, er solle mal nach einem Säckchen Ausschau halten, welches mit einer silbernen Schleife festgezurrt war.

Dieses Wichtelgeschenk würde nämlich seinen Namen tragen.

Diese großen Augen waren all die Sorgen wert…

etwas unsicher wanderte er zum Gaben/Wichteltisch und schaute sich um.

Bis er das kleine Geschenk entdeckt hatte. Und tatsächlich:

Sein Name war ganz klein auf einem Zettel zu lesen.

Nur bei diesem einen Säckchen!!! Drin lag ein Transformers-Figürchen.

„Genau das hatte ich mir schon immer gewünscht!“ rief er aus.

„Woher wusstest Du das“?

Ich wusste natürlich von gar nichts und erklärte ihm, dass es wohl doch so etwas wie Wichtel geben müsse.

Der etwas abschätzende Blick von ihm wurde danach durch ein zaghaftes Nicken ersetzt.

Warum er allerdings die Mutter seines Klassenkameraden den restlichen Abend mit ehrfürchtigem Blick anschaute, bleibt mir bis heute ein Rätsel.

 

Diese Geschichte hat uns Sarah geschickt. Vielen Dank! :) Wer die Geschichte toll findet und Sarah helfen will zu gewinnen, der schreibt seinen Kommentar dazu. (MS)

21 Kommentare zu “Meine schönste Wichtelgeschichte

  1. Eine süße Geschichte. Ich wünsche mir, dass für uns alle Weihnachten immer etwas ganz Besonderes bleibt. Nicht nur für die Kinder. Manchmal ist es aufgrund von Alltagsstress schwierig, diese (eigentlich) besinnliche Zeit zu genießen. Gerade in der Vorweihnachtszeit, wenn jeder nur von einem Termin zum nächsten hetzt. Ich jedenfalls lasse mich gern mit schönen Weihnachtsgeschichten ein bißchen vom Alltagstrubel ablenken! :o)

  2. das ist ja süß, in dem Alter kann man sie wirklich noch erstaunen und verzaubern. Die Unsicherheit über: War es jetzt ein Erwachsener oder gibt es Wichtel doch??? Die wird ihn bestimmt noch ne Weile beschäftigt haben.

    1. Genau das! Devin wusste garantiert,dass da irgendeine Absprache hinter steckt,aber beweisen konnte er es nicht! Übrig blieb nur Staunen und ein kindliches Wunder. Bis heute…

  3. Tolle Idee – Nicht-an-den-Weihnachtsmann-glauben kann er ja noch den Rest des Lebens… ich finde auch, dass man den Kleinen die Magie von Weihnachten so lange wie möglich erhalten sollte!

  4. Ich möchte mich bei allen Kommentatoren auf das Liebste bedanken! Ihr habt mir gezeigt,dass nicht nur Geschichtem zum Vorlesen Herzen berühren können.
    Und ein ganz liebes Danke geht an das Team von Kneipp!
    Danke,dass Ihr trotzdem meine Geschichte veröffentlicht habt.
    Auch wenn diese nicht dem entsprach,was Ihr gefordert hattet.
    Wenn Ihr mögt,reiche ich gerne noch eine erfundene Wichtelgeschichte nach…

    Liebe Grüsse

    Sarah

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