17.11.2011

Melinchen und das Weihnachtsfest

Noch halb im Schlaf, rieb sich  Melinchen die Augen. Die Sonnenstrahlen schienen durch das Fenster genau auf das Bett, in dem sie bis oben hin zugedeckt und eingekuschelt lag.“Was für ein schöner Morgen“ dachte Melinchen noch, bevor sie die Decke wegschob und zum Fenster krabbelte. „Schnee“ endlich Schnee, rief sie laut.

Draußen fielen dicke, weiße Flocken vom Himmel, die nach und nach die ganze Erde bedeckten. Der Schuppen hinterm Wichtelhaus, war schon völlig zugeschneit. Und jede einzelne Flocke, funkelte im Sonnenlicht, als ob Glitzersteine vom Himmel fielen. Melinchen saß lange am Fenster und überlegte, was sie heute wohl noch alles tun könnte, bei diesem tollen Wetter. Da hörte sie Ihre Mama rufen „Melinchen, Frühstück ist fertig“. Schnell warf Melinchen Ihren Erdbeer-Bademantel um, und eilte die Treppe hinunter, wo schon alle am Frühstückstisch saßen.

Mama Wichtel fragte: “ Magst Du lieber eine warme Milch oder einen Kakao?“ Aber Melinchen hatte keine Zeit zum überlegen, ganz aufgeregt, erzählte sie was sie zuvor am Fenster gesehen hatte. Mama, Papa, „es hat geschneit“. Papa Wichtel lachte und sprach: „Ja, Melinchen ganz pünktlich zu Weihnachten hat der Himmel uns Schnee geschickt.“ Melinchen aß selbstgebackenen Kuchen und trank einen warmen Kakao. „Nun, Melinchen“ sagte Papa Wichtel “ wir haben heute noch einiges zu tun, wir müssen hinaus in den Wald gehen und einen Christbaum aussuchen.“

“ Juhu, Juhu“ Melinchen freute sich und hüpfte von einem auf das andere Bein. Sie lief schnell hoch in Ihr Zimmer, zog Ihr dickes Wichtelkleid an, holte den dicken Wollmantel aus dem Schrank und schlüpfte in die warmen Stiefel. „Ich komme, Papa.“ Mit großen Sprüngen hüpfte Melinchen die Stufen der alten Holztreppe hinunter, und eilte zu Papa Wichtel, der schon an der Tür auf Melinchen wartete. „Dann machen wir uns nun auf den Weg“ sagte Papa Wichtel und öffnete die Tür. Die beiden konnten es kaum fassen, es hatte so stark geschneit, dass alles weiß war.

Melinchen schaute Ihren Papa an und ihre Augen leuchteten wie Sterne. „Ich liebe Schnee“ sagte sie und lief los. Papa Wichtel mußte sich richtig beeilen um sie nicht aus den Augen zu verlieren. Sie liefen über den großen Wichtelhügel, hinter dem direkt derWichtelwald lag. Ab und zu blieben sie stehen und schauten sich die Spuren im Schnee an, welche die Tiere hinterlassen hatten. Melinchen war glücklich, und außer einer roten Nase, hatte sie ganz mollig warm in Ihren  Wichtel Winterkleidern.

Papa rief: „Melinchen, komm schnell,… das ist er.“ Papa stand vor einer größen Fichte. Melinchen eilte herbei und war begeistert. Der Schnee auf den Ästen sah aus, als wäre der Baum über und über mit Zuckerguss bedeckt. Melinchen half Papa Wichtel, die Säge auszupacken und schon ging es los. Papa sägte „Ritsch- Ratsch“ den Baum am Stamm ab, dann band er ein  dickes Seil um den Stamm und zog ihn hinter sich her nach Hause. Melinchen überlegte, ob wohl das Christkind auch zu Ihr kommt und fragte ihren Papa: „Kommt das Christkind zu jedem Wichtelkind auf den ganzen Welt?“ „Natürlich, wenn alle Wichtelkinder brav waren, kommt das Christkind zu jedem einzelnen von Ihnen.“ Das beruhigte Melinchen sehr, hatte sie sich doch das ganze Jahr über angestrengt immer Lieb und Artig zu sein. Zu Hause angekommen, schüttelten sie den Schnee von der Fichte und Papa  trug den Baum ins Wichtelhaus. Mama Wichtel hatte im Wohnzimmer schon alles geschmückt und wartete mit  bunten Kugel und Lebkuchefiguren auf Papa und Melinchen. Papa stellte den Baum auf und Melinchen half Mama den Baum zu schmücken. Er sah wunderschön aus. Am Abend ging Familie Wichtel noch in die Wichtelmesse, wo sich alle Wichtel des Dorfes trafen um sich Fröhliche Weihnachten zu wünschen.

Es wurde gegessen, getanzt und die Wichtelkinder sangen Weihnachtslieder. Als die Feier vorüber war, ging Melinchen mit Mama und Papa nach Hause. Dort angekommen, sperrte Papa die große schwere Holztür auf. Melinchen war ganz sprachlos. Der Baum erstrahlte im hellen Glanz der Kerzen und darunter lagen jede Menge Geschenke. „Oh, Mama,.. oh Papa,.. das Christkind war da.“ Sofort eilte sie zum Christbaum und als alle Geschenke ausgepackt waren, kuschelte Melinchen sich zwischen Mama und Papasie flüsterte ganz leise: „es hat sich gelohnt, so brav zu sein. Von nun an will ich immer artig sein, dann kommt das Christkind bestimmt jedes Jahr zu mir.“ Und mit einem großen lächeln auf den Lippen, schlief Melinchen, eng gekuschelt an Mama und Papa, ein.

Diese Geschichte hat uns Rita  geschickt. Vielen Dank! :) Wer die Geschichte toll findet und Rita helfen will zu gewinnen, der schreibt seinen Kommentar dazu. (MS)

7 Kommentare zu “Melinchen und das Weihnachtsfest

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