31.05.2011

Sensible Haut

Immer mehr Menschen haben sensible Haut und reagieren überempfindlich auf neue Produkte, aber auch auf Produkte, die sie bisher gut vertragen haben.

Aber was genau ist sensible Haut?

Vor allem helle Hauttypen sind betroffen

Sie ist meist trocken, spannt, juckt und neigt zu Rötungen und Brennen. In besonders schlimmen Fällen wird die Haut auch rissig und schuppig. Sehr häufig sind helle Hauttypen davon betroffen. Der schützende Hydro-Lipidfilm gerät aus dem Gleichgewicht und Feuchtigkeitsmangel tritt auf. Durch diese angegriffene Hautbarriere sinkt die Reizschwelle und die Haut reagiert überempfindlich auf chemische, physikalische und vegetative Reize. Aber Vorsicht: sensible Haut und allergische Haut haben ähnliche Symptome. Wer den Verdacht einer Allergie hat, sollte bitte einen Hautarzt aufsuchen. Dieser kann mittels einer Testung, dem sogenannten Epikutantest, genau herausfinden, auf welchen Inhaltstoff ein Patient gegebenenfalls reagiert.

Wer bekommt sensible Haut? Die Ursachen sind vielfältig. Es kann Veranlagung sein oder das Alter, auch das Klima oder sehr trockene Haut können die Haut „sensibel“ machen. Umwelteinflüsse wie Winterwetter, übermäßige Sonneneinstrahlung oder trockene Heizungsluft können ebenso Auslöser sein, wie Stress oder hormonelle Veränderungen. Falsche oder übertriebene Hautpflege, wie z.B. häufiges und zu heißes Baden oder Duschen trocknet die Haut aus und senkt die Reizschwelle. Auch der häufige Wechsel von Pflegeprodukten irritiert die Haut.

Sensible Haut braucht die richtige Pflege

Wie pflege ich meine sensible Haut richtig? Weniger ist mehr – das sollte das Motto für die Wahl der Produkte zur Pflege sensibler Haut sein: möglichst wenige, dafür aber die richtigen Inhaltsstoffe. Sie sollen die Haut beruhigen, Rötungen verringern, Entzündungen vorbeugen und nachhaltig die Haut mit Lipiden und Feuchtigkeit versorgen. Essentielle Fettsäuren sowie schützende Vitamine, wie z.B. Vitamin A, Vitamin E oder Panthenol, sind ebenso wichtig wie potente Feuchtigkeitsbinder wie Glycerin oder Dextrin. Wirkstoffe, die die Haut beruhigen oder Hautrötungen vermindern, wie z.B. Ballonrebe oder Echiumöl sind in solchen Pflegeprodukten unverzichtbar. Nicht nur auf die bewusste Pflege kommt es an, sondern auch auf die richtige Reinigung. Milde waschaktive sowie rückfettende Substanzen sind ein Muss für die Reinigung von sensibler Haut. Hypersensible Haut kann auch nur mit lauwarmen Wasser und etwas Öl gereinigt werden.

Was kann ich sonst noch tun? Das A und O ist die richtige Auswahl der Reinigungs- und Pflegeprodukte. Es sollten Produkte gewählt werden, die bewusst auf Inhaltsstoffe mit hohem Allergisierungspotential sowie auf bestimmte Konservierungs- und Farbstoffe, Paraffin-, Silikon- und Mineralöle verzichten. Finger weg von zu reichhaltigen, nährenden Cremes – diese können einen Nährboden für Bakterien und damit Unreinheiten bilden. Besser feuchtigkeitsspendende Produkte wählen. Hat man Produkte oder eine Linie gefunden, die man gut verträgt – am besten dabei bleiben. So schön das ausprobieren auch ist, sensible Haut verzeiht kaum Experimente. Das betrifft oft auch die Ernährung. So sind Alkohol, scharfe Speisen oder Genussmittel wie Kaffee und Tee eine Gefahr für sensible Haut – sie kann hier verstärkt reagieren. Wer einen Zusammenhang bemerkt, verzichtet sicher automatisch auf solche „Stressfaktoren“ für die sensible Haut. Überhaupt „Ruhe“. Wer seiner sensiblen Haut und sich selbst eine nachhaltige Wohltat gönnen möchte, der nimmt sich täglich Zeit zum Entspannen. Schon 10 Minuten genügen für einen fühlbaren Effekt. Zuletzt der Tipp: Nicht zu heiß und zu oft duschen oder baden, damit die Hautschutzbarriere nicht zusätzlich angegriffen wird. (CD)

32 Kommentare zu “Sensible Haut

    1. Das stimmt. Ich habe auch gerade einen kleinen Rüffel bekommen, das die Kneipp Mandelblüten-Serie noch besser zum Artikel paßt. 🙂 Reichhaltige Pflege für Sensible Haut.
      Liebe Grüsse von Manuela

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