19.03.2011

Autogenes Training

Diese Entspannungstechnik basiert auf Autosuggestion. Es ist eine Art Selbst-Hypnose und wurde vom Berliner Psychiater Johannes Heinrich Schultz aus der Hypnose entwickelt, 1926 erstmals vorgestellt und 1932 in seinem Buch „Das autogene Training“ publiziert. Es ist in Deutschland die wohl bekannteste Ent­span­nungs­tech­nik. Sie ist so einfach, dass sogar Kinder ab dem achten bis zehnten Lebensjahr Autogenes Training erlernen können.

Man unterscheidet beim Autogenen Training zwischen Grund- und Oberstufe. Die „Grundstufe“ besteht dabei aus folgenden Teilen (jeweils mit den zugehörigen Formulierungen):

  • Schwereübung („Arme und Beine sind ganz schwer“)
  • Wärmeübung („Arme und Beine sind ganz warm“)
  • Atemübung („Atmung ruhig und regelmäßig; es atmet mich“)
  • Herzübung („Puls ruhig und regelmäßig“)
  • Son­nen­ge­flechts­übung („Sonnengeflecht strömend warm“)
  • Stirnkühleübung („Stirn kühl“)
Zur Ruhe kommen – Autogenes Training kann helfen

Jeder Übende hat seine eigenen Formeln, mit denen er sich beeinflusst. Sie werden in Gedanken ausgesprochen. Eine Formel könnte z.B. lauten „Mein Atem ist ganz ruhig“. Nach einiger Zeit der Konzentration auf diese Gefühle empfindet der Übende es tatsächlich. Der Körper hat reagiert. Die Übungen dauern etwa eine Stunde. Wichtig ist dann, dass der Entspannungszustand am Ende der Stunde wieder Zurückgenommen wird. Nur, wer direkt danach einschlafen möchte, kann das Zurücknehmen unterlassen.

In der „Oberstufe“ des Autogenen Trainings kommt es zur Vorstellung von Bildern und selbstgewählten Situationen. Die Übenden können sich in eine Szene hineinversetzen und sie real erleben. Durch den entspannten Zustand, der durch die einführenden Übungen herbeigeführt wurde, kann so eine Möglichkeit für neue Lösungen von Problemen gefunden werden. Dabei werden Selbsterkenntnis und bewusstes Nachdenken geübt und gefördert.

Je öfters man das Autogene Training übt, desto schneller und effektiver kann man sich entspannen. Später ist das Hinübergleiten in den Entspannungszustand schon innerhalb weniger Minuten möglich. Es kann überall und jederzeit eingesetzt werden. Hat man anfangs etwas Schwierigkeiten mit der „passiven“ Entspannung, so kann man es zum Einstieg zuerst mit der Progressiven Muskelentspannung versuchen.

Zum Erlernen von Autogenem Training gibt es eine ganze Reihe von Möglichkeiten. Zum „schnuppern“ gibt es CDs und DVDs, auf denen ein Sprecher zu den einzelnen Übungen anleitet. Alternativ kann man auch einen Kurs belegen, sie werden oft sogar von den Krankenkassen bezuschusst. Da lohnt sich das Nachfragen. (CD)

Wir haben hier wieder einen interessanten Link zur Anleitung per Video gefunden.

3 Kommentare zu “Autogenes Training

  1. Ich habe mir die letzen 10 Jahre auch schon viele Technicken ausproboert und finde auch das Autogenes Training und Ruhe-Affirmationen die besten Entspannungstechnik sind. Bei meinen Klienten arbeite ich sehr gerne damit.

    1. Ich habe die Letzen 10 Jahre auch schon viele Techniken ausprobiert und finde auch das Autogenes Training und Ruhe-Affirmationen die besten Entspannungstechnik sind. Bei meinen Klienten arbeite ich sehr gerne damit.

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