09.09.2010

„Ohne Silikone“

Ihr Siegeszug hat was mit unserem Empfinden zu tun. Es hört sich merkwürdig an, aber nur weil sie ein gutes Gefühl vermitteln, sind sie in vielen Pflegeprodukten enthalten – Silikone. Das seidige Gefühl auf der Haut, das leicht kämmbare Haar oder der seidige Glanz gehen oft auf ihr Konto.

Aber sie sind eine große Belastung für die Umwelt. Silikone werden in rauen Mengen täglich in die Kläranlagen gespült. Dort gehören sie zu den 30 Schadstoffen (von über 100.000!), die am schwersten zu filtern sind. Ein immenser Aufwand, den wir alle mit der Wasserrechnung zahlen. Ohne Silikonöle könnten die Klärwerke auf eine komplette und aufwendige Behandlungsstufe verzichten. Man kann sich vorstellen, dass unsere vorbildliche Wasseraufbereitung nicht mit der in anderen Ländern verglichen werden kann. Dort hinterlassen die Tonnen Silikonöle bleibenden Schaden.

Beispiel: Intensiv Balsam Nachtkerze von Kneipp
Beispiel: Intensiv Balsam Nachtkerze von Kneipp

Kneipp verzichtet schon immer völlig auf Silikone. Die Kneipp-Forschung setzt andere, natürliche Stoffe  ein – ohne die Umwelt zu belasten. Kneipp verwendet natürliche, pflanzliche Öle oder solche, deren Ursprung pflanzliche Fettsäuren sind. Diese sind den hauteigenen Fetten in ihrer Struktur sehr ähnlich, dringen in die Haut ein und können dort entsprechend verwertet werden. Nur so wird eine optimale Pflege und ein optimaler Schutz der Haut erreicht, und die hauteigenen Mechanismen werden unterstützt.

Dass sich die Silikone um jedes einzelne Haar legen, wie Frischhaltefolie, gibt vielen Nutzern ein gutes Gefühl. Scheint es doch als würde das Haar dadurch gepflegt. Leider ist das nicht der Fall. Im Gegenteil. Viele Friseure bieten den Kopfhaut-Check an. Dort wird dann sichtbar, welchen Schaden die Silikonreste anrichten oder schon angerichtet haben. Denn auch auf der Kopfhaut sind sie: nicht abbaubar. Dazu muss man wissen, es handelt sich um die

Allgemeine Formel "Silikon"
Allgemeine Formel „Silikon“

Bezeichnung für eine Gruppe synthetischer Polymere, bei denen Siliciumatome über Sauerstoffatome verknüpft sind. Als rein synthetische Stoffe legen sie sich nur auf die Hautoberfläche und ziehen nicht ein. Auch bei Cremes: Die Haut fühlt sich seidig und glatt an, aber der Schein trügt. Langfristig trocknet die Haut noch mehr aus, da dieser Film verhindert, daß die Haut Feuchtigkeit und Nährstoffe aufnehmen kann. Gut, das man selbst etwas ändern kann. Zuerst natürlich bei der Auswahl von Cremes, Haarpflege und Co auf die Inhaltsstoffe achten. Meist steht bereits groß drauf: Ohne Silikone. Zertifizierte Naturkosmetik verzichtet allgemein auf diese Stoffe.

Wer schnell Silikonreste los werden will, benutzt Shampoo ohne Silikone oder einfach ein Duschgel. Nach 4- bis 5mal waschen sollte das Meiste auf dem Weg zur Kläranlage sein.

An Cremes und Bodylotions ohne Silikon muß sich die Haut erst wieder gewöhnen. Sie muß neu lernen, Nährstoffe und Feuchtigkeit aufzunehmen und zu verwerten. Diese Umgewöhnung kann durchaus mehrere Wochen dauern, Hierbei kann es zu Spannungsgefühlen kommen, und man hat den Eindruck, die „neue“ Creme ist nicht geeignet. An diesem Punkt bitte nicht aufgeben! Langfristig wird es jede Haut danken. (CD)

Zum Verstehen der INCI-Liste. Diese synthetischen Silikonverbindungen werden heute in der konventionellen Kosmetikherstellung eingesetzt: Dimethicone, Methicone (alle Bezeichnungen, die mit „-cone“ enden), Polysiloxane

2 Kommentare zu “„Ohne Silikone“

  1. Hi

    thank you for your post, google did a good translation job! Yes silicones are a time bomb and deceptive texture charmers that cause environmental damage and interfere with the skin biosystem.
    My approach is to avoid them and still retaining interesting skin feels with other natural ingredients. Luckily raw materials suppliers have understood the natural trend and now provide very interesting and beneficial ingredients.

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