27.02.2013

Warum „bitter“ auch gut ist

Das Kindershampoo riecht nach Erdbeere, das erfrischende Duschgel duftet nach Zitrone und das entspannende Bad nach Schokolade – den Herstellern sind heute kaum noch Grenzen gesetzt.

Was des einen Freude ist, kann aber schnell des anderen Leid werden – nämlich wenn die lecker riechenden Kosmetika mit Lebensmitteln verwechselt werden. Besonders bei kleinen Kindern ist diese Gefahr deshalb gegeben, da sie sich an den Bildern orientieren und noch nicht lesen können, was auf der Packung steht.

Verantwortungsvolle Hersteller versuchen selbstverständlich, dieser möglichen Gefahr vorzubeugen. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten. Zum einen in der Verpackung. Von Haushaltsreinigern kennen wir Verschlüsse, die als kindersicher gelten.

Oder es wird der Rezeptur ein Bitterstoff hinzugefügt, das sogenannte BITREX®.

BITREX®, der chemische Name lautet Denatoniumbenzoat, ist die bitterste bekannte Substanz. Bereits kleinste Mengen haben für den Menschen einen so unerträglich bitteren Geschmack, dass es so gut wie gar nicht möglich ist, zu schlucken. Diese Eigenschaft macht man sich zunutze, um ein versehentliches Schlucken von z.B. Haushaltsreinigern, Geschirrspülmitteln, aber auch Shampoos und anderer flüssiger Kosmetika zu verhindern, um so vor allem kleine Kinder vor versehentlichen Aufnahmen zu schützen.

Das Bitrex-Logo
Das Bitrex-Logo

Der Stoff BITREX® wurde vor über 50 Jahren entdeckt. Er ist ungefährlich und hat keinerlei Nebenwirkungen . Der Hersteller von BITREX® hat hierfür in den letzten Jahrzehnten zahlreiche wissenschaftliche Studien durchgeführt. Die Studienergebnisse und die langjährige Produktionserfahrungen des Herstellers bestätigen, dass der Bitterstoff als Zusatzstoff in Kosmetika und Waschmitteln harmlos für den Menschen ist.

Wenn ein Hersteller seinen Produkten den Bitterstoff beimischt, steht das auf der Packung, oftmals sieht man auch das rote BITREX® -Logo abgebildet.

Auch bei Kneipp haben wir den Bitterstoff im Einsatz. Vor allem in den Shampoos der Naturkind-Serie wollen wir neben dem wunderschönen Duft und gleichzeitig mehr Sicherheit bieten.

Der Leiter unserer Abteilung Wissenschaft und Entwicklung Dr. Rainer Wohlfart sagt dazu: „Kneipp und Duft gehören zusammen, viele unserer Körperpflegemittel duften daher ausnehmend gut. Gleichzeitig ist es uns aber wichtig, die Verbraucher unserer Produkte vor der versehentlichen Einnahme zu schützen.“

Auf die Frage, warum einige Produkte so bitter sind, können wir also sagen, der bittere Stoff dient der zusätzlichen Sicherheit vor Verschlucken und ist selbst völlig unbedenklich. (CD)

Ein Kommentar zu “Warum „bitter“ auch gut ist

  1. Ich hatte Bodylotion von anderen Herstellern wo ich rausgefunden haben dass da Denatoniumbenzoat drin ist. Ich habe das deswegen rausgefunden, weil ich einen nicht wegzukriegenden bitteren Geschmack im Mund hatte und mir deswegen sehr übel war. Ich meide jetzt dieses Bitrex. Besonders schlau ist Bitrex in Klarspülern und Geschirrspülmitteln–das ganze Geschirr schmeckte bitter. Das Zeug, scheint bei mir, auch Migräne auszulösen. Vielleicht schadet es ja den anderen nicht…Ich schreibe nur was es mit mir macht. Dann nehmt doch Grapefruit-Bitterstoffe und nicht „Chemie“ !

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